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Palliativ-Geriatrischer Dienst

Fallbeispiel: Einem älteren Angehörigen ist nach einem Schlaganfall wegen einer Schlucklähmung vorübergehend eine Magensonde gelegt worden. Entgegen der Erwartung der Ärzte verschlechtert sich der Zustand: nach weiteren Schlaganfällen tritt eine anhaltende Bewusstlosigkeit ein. Familie und Arzt sind unterschiedlicher Auffassung darüber, ob die künstliche Ernährung aufrechterhalten werden soll.

Im hohen Alter ergeben sich spezielle palliative Fragestellungen, wenn es um medizinische oder pflegerische Maßnahmen geht – vor allem, wenn es Menschen betrifft, die aufgrund von Bewusstlosigkeit oder fortschreitenden degenerativen Erkrankungen (Demenz, Alzheimer) nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr entscheidungsfähig sind.

Der Palliativ-Geriatrische Dienst berät Angehörige, Pflegedienste und Heime durch speziell auf die Symptome und Bedürfnisse des Alters geschulte Pflegekräfte und Sozialarbeiter. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem Umgang mit den ethischen Fragen des Alters (Entscheidungsfähigkeit, Abwägung von Nutzen und Risiken medizinischer Eingriffe, Konflikte im Umgang mit Patientenverfügungen). 

Kosten: 
Der Dienst wird über Spenden und einen Zuschuss der Landeshauptstadt München finanziert und ist kostenlos.

Kontakt: 
Ulla Wohlleben: 089 / 13 07 87 - 24, wohlleben@chv.org
Hans Steil: 089 / 13 07 87 - 18, steil@chv.org