Christophorus Hospiz Institut für Bildung und Begegnung (IBB)
Veranstaltungen, Bildungsangebote & Hintergründe
Der Christophorus Hospiz Verein e.V. München verfolgt den Zweck, schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen zu betreuen sowie die Betreuung insgesamt zu fördern (vgl. Satzung, §1). Dies soll u.a. auch durch Kurs- und Schulungsangebote für die allgemeine Bevölkerung, die Angehörigen oder durch Seminare, Vorträge und Führungen geschehen, die sich mit den Themen Sterben, Tod und Trauer beschäftigen.
Das Institut für Bildung und Begegnung möchte nicht nur Fachkräfte fort- und weiterbilden und Einrichtungen beraten, sondern die breite Bevölkerung ansprechen und befähigen. Dem Verein war von Anfang an wichtig, Hospizbetreuung und -begleitung nicht nur in Sonder-Einrichtungen umzusetzen. Hospizarbeit ist eine Chance für alle Menschen: „Hospiz ohne Mauern!“.
Im Mai 2017 hat der Verein das Christophorus Hospiz Institut für Bildung und Begegnung (IBB) eröffnet. Die IBB-Angebote wollen neue Akzente setzen, vor allem über die konkrete Versorgung Schwerkranker und Sterbender hinaus, die Menschen vor Ort erreichen und in die breite Gesellschaft hineinwirken. Weitere Informationen zu unseren Bildungsangeboten finden Sie auch auf der Seite des Christophorus Hospiz Instituts für Bildung und Begegnung.
Das Christophorus Hospiz Institut für Bildung und Begegnung gliedert seine Angebote in sieben Bereiche:
Institut für Bildung und Begegnung online
Besuchen Sie die Website und den Veranstaltungskalender des IBB und erfahren Sie noch mehr über das Institut für Bildung und Begegnung
„Sterbewelten“, so heißt der neue Hospizpodcast des Christophorus Hospiz Verein, der im Juli 2021 online gegangen ist. Den Podcast finden Sie auch auf Spotify.
Die Qualitätszirkel finden ca. viermal pro Jahr in Präsenz oder online statt. Neben fachlichen Inputs sind Fallbesprechungen und der Erfahrungsaustausch zentrale Bestandteile.
Die aktuellen Termine können bei der Fachstelle Palliativversorgung in der stationären Altenhilfe erfragt werden über fachstelle-pflegeheime@chv.org oder Tel. 089-13 07 87-63.
Das Sterben einer uns nahestehenden Person macht uns als Mitmenschen oft hilflos. Früher selbstverständliches Wissen über die Begleitung Sterbender ist mit dem Fortschritt der Medizin verloren gegangen und damit auch das Vertrauen, Sterbenden beistehen zu können. Dabei möchten die meisten zuhause sterben, begleitet von vertrauten Menschen.
Die Kurse „Ein gutes Ende - Sterbebegleitung für alle“ richten sich an alle Interessierten. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Der Basiskurs vermittelt grundsätzliche Informationen zur Sterbephase, gibt aber auch Raum für Fragen und Austausch. Die Aufbaumodule sprechen für sich: einmal geht es um pflegerische Hinweise und Übungen, dann um die ebenfalls sehr praktischen Fragen, wie Sie miteinander sprechen können und schließlich um die akuten Notsituationen, wenn sich Symptome zuspitzen. Die Kurse dauern in der Regel jeweils 3 Stunden (4 Unterrichtseinheiten), können je nach Situation aber auch für Sie vor Ort angepasst werden.
Wir bieten individuelle Seminare, Workshops und Vorträge für verschiedene Zielgruppen an. Gerne konzipieren wir mit Ihnen geeignete Maßnahmen und Angebote, damit Sie die Hospizkultur und Palliativkompetenz in Ihrer Einrichtung aufbauen oder stärken können.
NEU “Lassen Sie mich in Ruhe!" - Umgang mit ”verbitterten Menschen, die sich nur schwer öffnen können
“Die Erinnerung ist ein Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können” - Biografiearbeit in der palliativen Versorgung
“Die letzten Stunden” - jeder Mensch stirbt einzigartig. Anzeichen und Bedürfnisse in der Sterbephase
Vielfältigkeit im Leben und Sterben - Menschen im Pflegeheim kultursensibel begleiten
Wozu bin ich denn noch da? - Menschen im Pflegeheim spirituell begleiten
Da und doch so fern - Menschen mit Demenz am Lebensende begleiten
Gelingende Kommunikation mit schwerkranken Menschen und ihren Angehörigen
Wir bieten individuelle Seminare, Workshops und Vorträge für verschieden Zielgruppen an. Gerne konzipieren wir mit Ihnen geeignete Maßnahmen und Angebote, damit Sie die Hospizkultur und Palliativkompetenz in Ihrer Einrichtung aufbauen oder stärken können. Der zeitliche Umfang kann individuell an Ihre Bedürfnisse angepasst werden.
Themenangebote in der palliativen Begleitung:
Bedürfnisse sterbender Menschen wahrnehmen und aufgreifen, Anzeichen der beginnenden Sterbephase erkennen
Begleitung von Menschen im Pflegeheim am Lebensende (Kultursensibel, Menschen mit Demenz, Spirituell)
Biografiearbeit
Selbstfürsorge für Mitarbeitende
Kommunikation mit schwerstkranken Menschen und ihren Angehörigen
Philosophie als Lebenskunst zu verstehen bedeutet, philosophische Gedanken und Konzepte nicht nur als theoretische Überlegungen anzusehen, sondern sie aktiv in das eigene Leben zu integrieren. Diese Sichtweise kann ermutigen, über die eigenen Werte, Überzeugungen und Lebensziele nachzudenken und Entscheidungen zu treffen, die im Einklang mit diesen stehen.
Philosophie als Lebenskunst zu verstehen bedeutet, philosophische Gedanken und Konzepte nicht nur als theoretische Überlegungen anzusehen, sondern sie aktiv in das eigene Leben zu integrieren. Diese Sichtweise kann ermutigen, über die eigenen Werte, Überzeugungen und Lebensziele nachzudenken und Entscheidungen zu treffen, die im Einklang mit diesen stehen.
Der Christophorus Hospiz Verein informiert seit Jahren über Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Zu ihrer Erstellung ziehen wir die Anregung und Formulierungshilfe des Bayerischen Ministeriums der Justiz heran. Um diese Informationen weitergeben zu können, hoffen wir auf ihre Mitwirkung in ihrer community bzw. Gruppe. Laden Sie uns zu sich ein. Gerne kommen wir auch mit einem Kulturdolmetscher ihrer Muttersprache. So können wir in einem vertrauensvollen Gespräch informieren, was es mit der Vorsorgevollmacht und der Patientenverfügung auf sich hat. Wir helfen Ihnen zu klären, welche medizinische Versorgung Sie wünschen und welche Sie ablehnen möchten. So können Sie Ihr Recht auf Selbstbestimmung zum Ausdruck bringen!
Die Urbilder in Märchen berühren Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Märchen erzählen in heilender Sprache. Märchenfiguren verkörpern die Schattenseiten eines persönlichen Verlustes. Sie leiten aber auch auf dem Wege des Lichtes. Während des Vorlesens und Zuhörens gewinnen wir an kreativer Selbsterfahrung. Die sehnende Seele folgt den Träumen. Die trauernde Seele verabschiedet sich vom Liebgewonnenen. Begleitende Angehörige, ehrenamtliche und hauptberufliche Mitarbeiter*innen am Kranken- und Pflegebett, pädagogisches Personal tauschen sich aus. Fühlen Sie dem Schutz und der Geborgenheit nach, die Märchen bieten können, denn sie halten ein „Seelenpflaster“ bereit.
Moderation: Gunda Stegen, M.A. Erziehungswissenschaft, Konflikt- und Krisenintervention (CAS), Märchenerzählerin in Ausbildung
Die Ausstellung „Auf und unter der Haut: Ausdruck und Kreativität in Körperbildern“ vereint zwei berührende Ausstellungen: BEHIND THE SMILE repräsentiert einen selbstgewählten Umgang der jungen Münchnerin Nana Stäcker während ihrer onkologischen Behandlung. Ihre Porträtaufnahmen zwischen lebensbejahendem Augenblick und tiefer Traurigkeit hat viele Menschen zwischen 13 und 73 Jahren ermutigt, ihrem Vorbild zu folgen. Es entstanden Fotographien im Krankheitsverlauf. Sie sind farbenfroh und ausdrucksstark. Jede Aufnahme ist eine Sehnsucht nach kompromissloser Liebe, tiefem Vertrauen und zaghafter Hoffnung. Über Nanas Tod hinaus (2012) haben sich Eltern und Freund*innen der Familie dem jungen Erbe Nana Stäckers verpflichtet. Wir freuen uns auf eine Auswahl von Bildern in Kooperation mit dem Verein Recover your Smile e.V. München.
Zeitgleich zeigt das Christophorus-Haus vielfältige, bunte und bewegende Tattoos aus den Münchner Studios in Kooperation mit „Abschied und Trauer im Tattoo“. Viele kleine Einstiche auf der Haut sind bleibende ästhetische Körperbilder von trauernden Zugehörigen.
Die Ausstellung „Auf und unter der Haut: Ausdruck und Kreativität in Körper“ befindet sich von 21. September 2026 bis 15. Januar 2027 in unterschiedlicher Gewichtung in den Räumen des Christophorus-Hauses (Effnerstr. 93, 81925 München). Unsere Mitarbeiter*innen stellen ein interessantes Begleitprogramm zusammen. Es ist offen für alle Interessierten ab 12 Jahre.
Anfragen zu Ausstellungsführungen und Begleitprogramm richten Sie bitte an: stegen@chv.org , Tel: +49 (0) 89 13 07 87-342 mobil +49 160 8982 142
Hausführungen bieten Einblicke in die praktische Arbeit im Hospiz. Die vorhandenen Räume und ihre Einrichtung vermitteln eine Idee von den Aktivitäten im Christophorus Hospiz in Bogenhausen. Erfahrene Mitarbeiter*innen berichten über ihre Tätigkeiten: die medizinische Pflege, die hauswirtschaftliche Versorgung und die psychosoziale Begleitung von Schwerstkranken und ihren Angehörigen.
Verlust und Trauer in einem fremden Land sind oft still und verborgen. Viele Menschen sehen oder verstehen es nicht. Wenn die Nachricht kommt, dass ein Familienmitglied gestorben ist, fühlt sich das Leben kaputt an. In der Trauer fehlen oft die Worte. Der Schmerz bleibt unsichtbar und unverstanden. „Hier gibt es kein Grab, keine Trauerfeier oder Gemeinschaft, mit der in vertrauter Sprache und Tradition der Verstorbenen gedacht werden kann.“, sagt Lydia aus Albanien.
„Mein Mann und ich waren 46 Jahre verheiratet. Wir haben 2 erwachsene Töchter hier. Wird es jetzt so kommen, dass wir auf getrennten Friedhöfen liegen? Ich hier im München und mein Mann in Bursa, in der Türkei?“, fragte die Witwe.
Wir begleiten in Einzelgesprächen durch die Trauer. Ort – drinnen wie draußen - über einen Zeitraum von 6 Monaten nach persönlicher Absprache. Je nach sprachlicher Verständigung kommt eine bi-linguale Dolmetscherin hinzu. Alle Beteiligten sind der absoluten Verschwiegenheit verpflichtet und kostenlos.